Ein Plädoyer gegen Betonkatakomben und für die Rückkehr des Lichts
Tiefgaragen sind die Dungeons unserer modernen Zivilisation. Betonwüsten ohne Empfang, ohne Orientierung, ohne Hoffnung. Wer einmal durch drei Untergeschosse auf der Suche nach einem Parkplatz im Kreis gefahren ist, weiß: Das ist kein Parken, das ist ein seelischer Selbstversuch. Und genau deshalb ist es an der Zeit, mit einer jahrzehntelangen architektonischen Fehlentwicklung aufzuräumen.
Es ist Zeit, das Unvorstellbare zu fordern. Es ist Zeit für eine Revolution in Beton.
Tiefgaragen müssen überirdisch gebaut werden.
Kurze Beschreibung
Klingt verrückt? Mag sein. Aber wir leben in einer Welt, in der man Chips mit Joghurtgeschmack kaufen kann, Politiker:innen Influencer:innen werden wollen und Menschen freiwillig in Escape-Rooms gehen. Warum also nicht auch überirdische Tiefgaragen?
Die dunkle Wahrheit unter uns
Der Name allein ist schon ein Problem: „Tiefgarage“. Das klingt nach einem Ort, an dem man nicht parken kann, sondern seine Hoffnung verliert. Es riecht nach feuchtem Beton, Angstschweiß und 90er-Jahre-Fußbodenbelägen.
Tageslicht? Fehlanzeige.
Navigation? Nur für Menschen mit Echolot-artiger Orientierung oder Navi im Auto.
Und das Geräusch der eigenen Schritte hallt dort so nach, dass man sich fragt, ob man nicht gleich als Statist:in in einem Zombiefilm gecastet wird.
Nur, dass es keine Gage gibt.
Warum überirdisch einfach mehr Sinn macht
1. Licht für die Seele
Tageslicht ist ein Menschenrecht – oder sollte es zumindest sein. Wer je versucht hat, in einer Tiefgarage rückwärts einzuparken, während er von Neonröhren mit der Helligkeit eines Glühwürmchens begleitet wurde, weiß: Man wünscht sich nichts sehnlicher als ein Fenster. Oder wenigstens einen Sonnenstrahl, der kurz die Windschutzscheibe küsst.
2. Architektonische Wahrheit
Überirdisch bauen bedeutet: Ehrlich sein. Schluss mit der Verdrängung. Warum sollte man Parkplätze verstecken, wenn wir sie ohnehin alle brauchen? Stell die Autos hin, hoch auf Stelzen, mit Aussicht auf Stadt und Berge! Vielleicht sogar mit einer kleinen Rooftop-Bar am obersten Deck. Man muss Prioritäten setzen.
3. Zombieresistenz
Sollte es je zu einer Zombie-Apokalypse kommen (und mal ehrlich, nach den letzten Jahren: unwahrscheinlich ist es nicht), dann ist der letzte Ort, an dem Du Dich verstecken solltest, eine Tiefgarage. Keine Fluchtwege, kein Licht, keine Hoffnung. Überirdische Parkhäuser hingegen: viel Überblick, viele Ausgänge und im Notfall auch Platz für einen Hubschrauber.
Ein Modell der Zukunft: Die Lichtgarage
Statt „Tiefgarage“ nennen wir sie „Lichtgarage“. Offene Flächen, begrünte Fassaden, vielleicht ein bisschen Vogelgezwitscher vom Band. Parken als sinnliches Erlebnis, nicht als urbaner Überlebenskampf.
Warum nicht auch mit Panoramafenstern, damit man sein Auto beim Einparken wie in einer Galerie präsentieren kann?
Vielleicht ein bisschen Überwachung, damit es Kunst wirkt.
Was spricht dagegen?
Natürlich gibt es immer Bedenkenträger:innen. „Aber die Städte sind schon voll genug!“ Ja, und? Dann baut die Dinger schräg. Oder rund. Oder macht sie schwimmfähig und lasst sie im Donaukanal treiben. Es ist 2025. Wir können verdammt noch einmal Satelliten auf den Mars schicken, aber parken müssen wir noch wie Maulwürfe.
Der erste Schritt zur Erleuchtung
Lasst uns also gemeinsam fordern:
Kein Mensch soll mehr in dunkle Betonhöhlen absteigen müssen, nur um sein Auto abzustellen.
Lasst uns Licht in die Parklandschaft bringen.
Lasst uns sagen:
Rauf statt runter!
Überirdisch statt unterirdisch!
Lichtgaragen statt Tiefgaragen!
Fazit
Der 1. April ist vielleicht der einzige Tag im Jahr, an dem man mit völlig absurden Ideen durchkommt, ohne direkt eingewiesen zu werden. Aber wer weiß? Vielleicht ist es genau so eine „absurde“ Idee, die unsere Städte heller, freundlicher – und ein bisschen weniger nach Endzeitstimmung riechend macht.
Also wenn Du das nächste Mal in einer muffigen, finsteren, zombiefilmtauglichen Tiefgarage parkst:
Denk dran, es ginge auch anders.
Licht an. Zukunft an.
Tiefgaragen? Hoch damit!
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