Klopapier: Veganfalle und Chemie-Cocktail – Was du wissen solltest
Klopapier – ein unscheinbares Alltagsprodukt, das während der Pandemie zum goldenen Hamsterobjekt wurde. Doch was steckt wirklich hinter den Rollen, die wir täglich benutzen? Entdecke, warum das meiste Klopapier nicht vegan ist und oft mit schädlichen Chemikalien behandelt wird. Die Wahrheit könnte dich überraschen!
Veröffentlicht: 20/03/25
Verfasst von: Daniel

Zu Beginn der Pandemie erlebte Klopapier eine wahrhaft goldene Ära. Regale waren plötzlich leergefegt, und das alltägliche Produkt wurde zum begehrtesten Gut. Menschen hamsterten es in Massen, als ob der Vorrat auf der Welt endlich wäre. Doch hinter dem scheinbar harmlosen Produkt verbirgt sich mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Was viele nicht wissen: Das meiste Klopapier, das wir tagtäglich verwenden, ist nicht nur nicht vegan, sondern auch oft mit schädlichen Chemikalien behandelt. In diesem Beitrag schauen wir uns an, warum das so ist und welche Alternativen es gibt.

Das Klopapier und seine tierischen Bestandteile

Vielleicht denkst du bei der Wahl von Klopapier an Komfort und Qualität, aber hast du jemals darüber nachgedacht, ob dieses Produkt überhaupt vegan ist? Viele Menschen sind überrascht zu erfahren, dass das meiste Klopapier, das in Supermärkten verkauft wird, tierische Bestandteile enthält.

Tierische Bestandteile in Klopapier? Die Antwort ist einfach: Ja. Ein großer Teil des herkömmlichen Klopapiers wird aus Cellulose hergestellt, einem Bestandteil von Holzfasern. Doch diese Zellulose kann auch mit Tierzellen oder Gelatine behandelt werden, um die Weichheit des Papiers zu erhöhen. Zudem verwenden viele Hersteller tierische Enzyme, die während des Herstellungsprozesses zur Auflösung der Zellulosefasern eingesetzt werden. In der Praxis bedeutet das, dass viele Marken ihr Klopapier nicht nur mit Chemikalien, sondern auch mit tierischen Bestandteilen behandeln – obwohl diese im Endprodukt nicht mehr sichtbar sind.

Die Verwendung von Bleiche im Klopapier

Neben den tierischen Bestandteilen ist die Bleiche ein weiteres problematisches Element in vielen Klopapiermarken. Obwohl weißes Klopapier für viele Konsumenten als hygienisch und „sauber“ gilt, ist der Prozess der Bleichung des Papiers alles andere als umweltfreundlich. In der Vergangenheit wurde Chlorbleiche verwendet, um Papier aufzuhellen. Dieser Prozess setzt dioxinhaltige Chemikalien frei, die die Umwelt und unsere Gesundheit gefährden können.

Auch wenn viele Hersteller mittlerweile auf chlorfreie Bleichverfahren umsteigen, kommen weiterhin andere aggressive Chemikalien zum Einsatz, um das Papier zu bleichen. Oft wird dioxinfreie Bleichung oder auch peroxidbasierte Bleicheverwendet, aber auch diese Chemikalien sind nicht frei von Umwelt- und Gesundheitsrisiken.

Das bleiche Klopapier erscheint zwar sauber und rein, doch die chemische Behandlung und die Verwendung von umweltschädlichen Chemikalien hinterlassen ihre Spuren – sowohl im Papier selbst als auch in der Umwelt.

Der Umwelteinfluss von Klopapier

Neben den tierischen Bestandteilen und den Chemikalien spielt auch der gesamte Herstellungsprozess eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Klopapier. Der Abbau von Wäldern, die für die Produktion von Klopapier verwendet werden, hat verheerende Auswirkungen auf das Klima und die Tierwelt. Jedes Mal, wenn Klopapier aus Holz gefertigt wird, wird wertvolle Waldfläche abgeholzt. Die Produktion von Papier ist auch ein intensiver Energieverbraucher und führt zu einem hohen CO₂-Ausstoß.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Wasserverbrauch-Beteiligung. Um Papier herzustellen, wird eine enorme Menge an Wasser benötigt, was in vielen Ländern zu einem enormen ökologischen Fußabdruck führt. Hinzu kommt die Verpackung, die oftmals aus Kunststoff oder anderen umweltschädlichen Materialien besteht.

Vegan-freundliche und nachhaltige Alternativen

Es gibt jedoch Hoffnung! In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach nachhaltigeren und tierfreundlicheren Produkten zugenommen, und es gibt mittlerweile einige Alternativen, die sowohl vegan als auch umweltfreundlich sind.

  • Recyceltes Klopapier: Eine der besten Alternativen zu herkömmlichem Klopapier ist recyceltes Papier. Dieses wird aus bereits verwendetem Papier hergestellt, wodurch die Notwendigkeit für neue Holzernte entfällt. Zudem wird bei der Herstellung von recyceltem Klopapier deutlich weniger Wasser und Energie verbraucht.
  • Unbleichtes Klopapier: Es gibt auch Klopapiermarken, die auf das Bleichverfahren verzichten und naturbelassenes Papier verwenden. Diese sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern enthalten auch keine schädlichen Chemikalien, die die Gesundheit gefährden könnten.
  • Bambus-Klopapier: Eine besonders umweltfreundliche und nachhaltige Option ist Bambus-Klopapier. Bambus wächst sehr schnell und benötigt keine Chemikalien oder Pestizide, um zu gedeihen, was es zu einer sehr umweltfreundlichen Ressource macht. Bambus-Klopapier ist zudem in der Regel vollständig recycelbar und biologisch abbaubar.
  • Vegan-zertifiziertes Klopapier: Einige Marken bieten mittlerweile Klopapier an, das explizit als vegan zertifiziert ist. Diese Produkte verzichten auf tierische Inhaltsstoffe und verwenden keine tierischen Enzyme oder Gelatine.

Fazit

Es ist einfach, sich in der Flut von Klopapiermarken und -arten zu verlieren, die im Supermarktregal stehen. Doch wenn du dein Klopapier bewusst auswählst, kannst du nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch sicherstellen, dass du ein vegan-freundliches Produkt nutzt, das keine tierischen Bestandteile enthält und nicht mit schädlichen Chemikalien behandelt wurde.

In einer Zeit, in der immer mehr Menschen nach ethischen und nachhaltigen Produkten suchen, ist es an der Zeit, dass auch die Klopapierindustrie ihren Standard anpasst. Recyceltesunbleichtes oder Bambus-Klopapier sind großartige Alternativen, die sowohl der Umwelt als auch den Tieren zugutekommen und gleichzeitig den Komfort bieten, den wir im Alltag benötigen.

Mach dir also das nächste Mal beim Einkauf bewusst, dass ein kleines Produkt wie Klopapier einen großen Unterschied machen kann – für dich, die Tiere und den Planeten.

Daniel

Daniel, ein 80er-Jahrgang mit 90er-Jahre-Vibes aus dem Burgenland, hatte schon als Kind mehr Ideen, als die Tapeten Platz boten. Technologie fand er cooler als jedes Tamagotchi. Sein Plan: Die Welt ein bisschen bunter machen und dabei nicht auf zu viele Regeln achten.

verfasst von: <a href="https://offen-gesprochen.at/author/og_admin" target="_self">Daniel</a>

verfasst von: Daniel

veröffentlicht am: 20. März 2025

Daniel, ein 80er-Jahrgang mit 90er-Jahre-Vibes aus dem Burgenland, hatte schon als Kind mehr Ideen, als die Tapeten Platz boten. Technologie fand er cooler als jedes Tamagotchi. Sein Plan: Die Welt ein bisschen bunter machen und dabei nicht auf zu viele Regeln achten.

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