Musik ist für viele wie ein Soundtrack des Lebens. Für mich ist sie ein bunter Flickenteppich aus Jahrzehnten, Genres und Stimmungen – und ich liebe jede einzelne schräge Kombination. Wer einen Blick in meine Playlists wirft, denkt sich vermutlich: „Was ist denn da bitte los?“ Aber genau das macht es aus. Denn Musikgeschmack muss nicht logisch sein – er darf wild, widersprüchlich und absolut stimmungsabhängig sein.
Backstreet Boys trifft auf Marilyn Manson
Ja, Du hast richtig gelesen. In meiner Playlist landen ganz selbstverständlich die Backstreet Boys direkt neben Marilyn Manson. Und während sich die einen gerade fragen, ob das überhaupt legal ist, schmeiße ich im Kopf schon das nächste Lied an – vielleicht von den Spice Girls oder Limp Bizkit. Warum auch nicht? Gefühle sind nicht eindimensional, warum also sollte es Musik sein?
Ich liebe es sogar ganz besonders, wenn Welten aufeinanderprallen – zum Beispiel in Form von Mashups. Wenn plötzlich Marilyn Manson über den Beat von „Everybody (Backstreet’s Back)“ growlt oder ein Dance-Remix von Nirvana auf einmal Madonna-Samples einbaut – dann geht in mir das Herz auf. Chaos? Vielleicht. Aber für mich klingt genau das nach Freiheit.
Die Tageszeit entscheidet mit
Morgens brauche ich oft etwas Sanftes, um überhaupt irgendwie wach zu werden. Coldplay zum Beispiel – klingt wie Kaffee für die Seele. Gegen Mittag, wenn ich arbeite oder konzentriert bin, dürfen es elektronische Beats sein. Westbam, David Guetta oder Fatboy Slim sorgen dann für den nötigen Drive. Und abends? Je nach Laune kann das alles sein: Von Madonna über Linkin Park bis hin zu irgendeinem nostalgischen 90er-Hit, der mich wieder 13 sein lässt.
Autofahren = Karaoke-Zeit
Mein Auto ist mein privates Konzertstudio. Ich singe laut mit – meistens auch ein bisschen falsch, aber hey, ich treffe wenigstens den Enthusiasmus. Es gibt kaum ein besseres Gefühl, als bei offenem Fenster die eigene Lieblingsplaylist durchzurotzen, egal ob es dabei „Wannabe“ oder „My Way“ ist. Musik ist keine Frage von Perfektion, sondern von Emotion.
Und wenn Du mich dabei siehst, wie ich an der Ampel plötzlich zu meinem eigenen DJ mutiere, wild tanzend am Lenkrad abgeh und mit den Händen die Beats droppe – keine Sorge, ich hab alles im Griff. Außer vielleicht mein Gesicht beim Refrain, aber das ist halt Kunst.
Schubladen sind für Socken, nicht für Musik
Ich hab nie verstanden, warum man sich auf eine Richtung festlegen sollte. Warum darf jemand, der Metal hört, nicht auch Pop mögen? Warum sollten elektronische Beats nicht mit rockigem Gitarrensound koexistieren können? Musik ist Gefühl – und Gefühle sind alles andere als eindimensional.
Fazit: Vielfalt ist keine Schwäche, sondern eine Superpower
Mein Musikgeschmack ist ein Kaleidoskop. Und ich bin sicher, viele von Euch haben auch solche „geheimen“ Lieblingssongs, die so gar nicht zum Rest Eurer Playlist passen. Trau Dich, dazu zu stehen! Denn egal, ob Du beim Autofahren laut „Everybody“ mitgröhlst oder zu „Du hast“ heimlich in der Küche abrockst – es ist Dein Soundtrack. Und genau der macht Dich einzigartig.
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